Stand: Januar 2001
Zwecks permanentem Zugang von aussen soll die bestehende Wählverbindung durch eine Standleitung ersetzt werden. Die bisherige Variante über eine direkte, digitale Swisscom-Mietleitung schied aufgrund hoher Betriebskosten aus. Wegen der grossen Distanz von über 15 km schied die xDSL-Direktvariante ebenfalls aus, da die xDSL-Technologie nur Distanzen bis max. 4 km zulässt.
Als Alternative bietet mittlerweile die Stadtantennen AG eine kostengünstige Alternative an, bei welcher die Umstellarbeiten für bidirektionale Kommunikation mittlerweile bis 8242 Bibern SH abgeschlossen sind.
Seit dem letzten Stand vom April 2000 wurden diverse Details abgeklärt:
Ziel ist eine Standleitungsverbindung zwischen PCDS AG, Neuhausen zu A. Meile, O. Rauer und Hansjörg Maag.

Grundidee: Der Abschnitt 8212 Neuhausen - 8242 Bibern SH soll durch eine Sasag-Leitung realisiert werden. Da das Reststück ab Bibern bis nach Hofen nur noch ca. 2,3 km entlang der bestehenden Telefon-Freileitungsmasten beträgt (Kriterium < 4 km erfüllt), soll das Reststück durch eine Kupfer-2-Drahtleitung mittels xDSL-Übertragungstechnik realisiert werden.
Aufgrund des Abrechnungsmodells von Swisscom nach Luftliniendistanz wurde in Bibern ein zu Hofen möglichst nahe gelegener Haushalt mit Sasag-TV-Kabelanschluss ausgesucht, weshalb dafür die Metzgerei Walter + Nelly Bührer als Übergangspunkt in Frage kommt. Vom dortigen Hausbesitzer konnte auch bereits eine provisorische Zusage betreffend Deponierung der benötigten Modem-Hardware eingeholt werden.
Die folgende Rechnung umfasst nur die reine Leitung
| Position | Preis |
|---|---|
| Abschnitt Sasag gemäss http://www.sasag.ch/diverses/nets.htm, 256 KB-Variante | Fr. 160.- |
| Abschnitte Swisscom: Formel gemäss Auskunft eines Bekannten: Preis=max(Fr. 45.-, Fr. 15.- + Fr. 30.-/km * Luftliniendistanz), Distanz auf 100 m aufgerundet | |
| Segment 1: Hauptstrasse 61, 8242 Bibern - Oberhofstrasse 18, 8242 Hofen: Luftliniendistanz = 710 m | Fr. 45.- |
| Segment 2: Oberhofstrasse 18, 8242 Hofen - Hauptstrasse 37, 8242 Hofen: Luftliniendistanz = 200 m | Fr. 45.- |
| Segment 3: Hauptstrasse 37, 8242 Hofen - Hauptstrasse 39, 8242 Hofen: Luftliniendistanz = 290 m | Fr. 45.- |
| Total | Fr. 295.- |
| Vergleich Digital-Mietleitung 64 kbps gemäss Offerte vom 19. Juni 1998 | Fr. 498.- |
| Einsparung | 40.8% |
O. Rauer: 160/3+45/3 = Fr. 68.35
H.J. Maag: 160/3+45/3+45/2 = Fr. 90.85 (Fr. 113.35*)
A. Meile: 160/3+45/3+45/2+45 = Fr. 135.80 (Fr. 113.30*)
* falls man das dritte Segment von Oberhof 18 nach Hauptstrasse 39 ziehen würde (Distanz 490 m)
Dieser Aufteilschlüssel richtet sich nach gemeinsam genutzten Abschnitten.
Einmalige Einrichtkosten (nur Swisscom!): 3× Fr. 800.- pro Segment = Fr. 2400.- für alle Teilnehmer zusammen => zu dritt aufzuteilen!
Gemäss telefonischer Auskunft der Linienkartei (Tel. 0800 800 113) baut Swisscom ihr Kupferleitungsnetz nicht mehr weiter aus, da neue Leitungen eigentlich nur noch auf Glasfaserkabelbasis erstellt werden. Aus diesem Grund wurde bei der Linienkartei nach noch vorhandenen Anschlüssen nachgefragt.
| Ort | Anzahl vorhandene Reserveleitungen | benötigte Leitungen |
|---|---|---|
| Hauptstrasse 61, Bibern | 6 (auf Stange) | 1 (Segment 1) |
| Oberhofstrasse 18, Hofen | 4 | 2 (Segmente 1 und 2) |
| Hauptstrasse 37, Hofen | 3 | 2 (Segmente 2 und 3) |
| Hauptstrasse 39, Hofen | 0 | 1 (Segment 3) |
Mit Ausnahme vom Bereich Zoll Hofen sind im Hofemer Dorfkern noch genügend freie Kupferleitungen vorhanden. Da aber in Hofen die meisten Telefonleitungen noch als Freileitungen realisiert sind, was ein zusätzliches Aufhängen einer weiteren Leitung ohne Baggern ermöglicht, wird derzeit eine Erweiterung bei Swisscom abgeklärt. Sonst wäre eine digitale Mietleitung notwendig, welche kostenmässig schon bei nur 64 kbps auf Fr. 187.-/Mt. (bei 128 kbps sogar 354.-/Mt.) zu stehen käme, so dass im Extremfall Lösungen wie z.B. entlang von Ueli Fuchs's Kuhweide selber ein Kabel verlegen geprüft werden müssten.
Die eingesetzten Leitungstechnologien (Glasfaser bei Sasag, xDSL bei Swisscom) erlauben so gesehen ohne weiteres Kapazitäten im MBit-Bereich, was künftig eine gute Skalierung ohne grösseren Aufwand ermöglicht. Da es sich um einen nichtkommerziell genutzten Zugang geht, reichen für den Anfang prinzipiell 128 kbps (alle drei Teilnehmer zusammen) aus, ebenso die Kapazitätsverfügbarkeitsstufe 70%, d.h. niedrigere Priorität gegenüber Geschäftskunden. Jedoch sollte bei Bedarf eine jederzeitige Anpassung der Kapazität gegen entsprechendem Aufpreis möglich sein.
In Bibern müssten je ein Kabelmodem mit xDSL-Modem auf geeignete Weise verbunden werden. Gemäss den zwischenzeitlichen Abklärungen kommt dafür ein Bridge-Router zum Einsatz, so dass der Übergang aus Sicht vom ISO-OSI-7-Schichtenmodell komplett auf Layer 1 (Physical) und 2 (Data Link) stattfindet und somit bei traceroute keinen Hop erzeugt.
Es bleiben noch lediglich abzuklären:
Offiziell registrierte IP-Adressen sind heutzutage bekanntlich ein knappes Gut, weshalb auch die momentane Internetlösung den 192.168.*.*-Block gemäss RFC 1597/1918 zusammen mit Numeric Address Translation (NAT) benutzt. PCDS vermietet daher offizielle IP-Adressen für Fr. 10.-/IP-Adresse und Monat.
Gegenüber den ursprünglichen Plänen soll daher bei A. Meile ein Teil des Netzes wie bis anhin als privates Intranet mit IP-Adressen gemäss RFC 1597/1918 bestehen, so dass ein Linux- oder Windows 2000 Server-Rechner mit zwei Netzwerkkarten NAT (Numeric Address Translation) macht und gleichzeitig das interne Netz absichert (Firewallfunktion). Positive Erfahrungen mit Cablecom (=Provider im Geschäft, wo A. Meile arbeitet) zeigen sogar, dass es in der Praxis sogar sehr gut funktioniert, ohne Subnetting zu arbeiten: Cablecom hat beispielsweise die 4 Adresse 62.2.196.75 - 62.2.196.78 dem Geschäft zugeteilt, aber als Subnetzmaske musste 255.255.255.192 eingestellt werden: Dieser 64er-IP-Adressblock wird von mehreren Cablecom-Kunden zusammen verwendet, was eine Adressenverschwendung mit Network und Broadcast verhindert => an PCDS AG wird daher empfohlen, genau gleich zu arbeiten, so dass auch eine nicht einer Zweierpotenz entsprechende Anzahl voll nutzbarer IP-Adressen eingekauft werden kann, beispielsweise 5 IP-Adressen à Fr. 50.-/Mt.
Grundprinzip: Die offiziellen IP-Adressen soll sich jeder Teilnehmer individuell kaufen entsprechend der Anzahl Geräte, welche ins Internet hinausgestellt werden sollen!
4 Stück => Fr. 40.-/Mt. Verwendungszweck
Individuelle Abklärungen!
Die Vorwärtsrichtung der Namensauflössung in IP-Adressen stellt soweit kein Problem dar, da bei switch.ch direkt die beiden UNIX/Linux-Systeme mit aufgesetztem named-Daemon bei der Domain-Registrierung angegeben werden können => völlige Unabhängigkeit zu 195.141.250.2 und 195.141.250.3. Bei der Rückwärts-Namensauflösung (bekanntes in-addr.arpa, d.h. Hostname anhand der IP-Adresse bestimmen) kommt eine kleine Hürde dazwischen: ein 32er- und 16er-IP-Adressblock stellen sog. classless subnets (die klassischen A-, B- und C-Klassnetze sind classful subnets) dar, wofür das IETF als Lösung RFC 2317 herausgegeben hat. Microsoft hat dazu einen speziellen Knowledge Base-Artikel für Windows NT-Systemadministratoren veröffentlicht, um dort die DNS-Server gemäss RFC 2317 konfigurieren zu können. Auf PCDS- und Sunrise-Seite müssten die entsprechenden Einträge noch gemacht werden, damit in-addr.arpa-Namensauflösungen die in Hofen laufenden DNS erreichen.
Wichtig: Eine korrekt funktionierende Rückwärts-Namensauflösung ist vor allem im Zusammenhang mit der Konfiguration von /etc/mail/relay-domains bei sendmail recht wichtig!